Von Techniker zu Techniker.

Java- und Spring-Architekt seit 1999. Bei Knowledge-Graph- und RDF-Vorhaben übersetze ich zwischen den Semantik-Experten und dem Enterprise-Java-Team, das liefern muss.

Sparring und Mitbauen für CTOs, Tech-Leads und technisch interessierte Entscheider.

30 Minuten unverbindlich kennenlernen

Zwischen Semantik und Enterprise-Java

Bei Knowledge-Graph- und RDF-Vorhaben treffen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite steht ein sauber gedachtes Modell mit Vokabular und Ontologie. Auf der anderen ein Enterprise-Java-Team mit Spring, Release-Terminen und einem Betrieb, der das Ergebnis nachts halten muss. Beide Seiten arbeiten ernsthaft und reden trotzdem über verschiedene Dinge.

Genau dort arbeite ich, seit 1999 als Java- und Spring-Architekt: als Übersetzer zwischen den Semantik-Experten und dem Team, das liefern muss. Meine Aufgabe ist, das Modell auf das herunterzubrechen, was ein Team in seiner bestehenden Architektur bauen und betreiben kann.

Als Semantik-Experte gebe ich mich dabei nicht aus. Wer da wirklich in der Tiefe steckt, sitzt an Universitäten. Was ich kann, ist die Brücke: Ich sehe aus der Projektarbeit heraus, was von diesen Ideen in einem echten Vorhaben trägt und was nur auf Folien funktioniert.

Warum diese Seite

Neben dem klassischen Weg über Vermittler und Personaldienstleister biete ich euch hier den direkten Kanal an. Ihr müsst nicht warten, bis ihr Budget für ein ganzes Projekt habt. Wir können uns auch tageweise treffen, per Video-Call sprechen, einen Vortrag machen, gemeinsam ein Whiteboard vollkritzeln.

Setzt euch einfach mit mir in Verbindung. Wir unterhalten uns dreißig Minuten unverbindlich. Und dann sehen wir, was entstehen möchte und darf.

Was mich beschäftigt

Drei aktuelle Beiträge aus dem Blog.

  • The end of hallucination?

    From a C64 through HTML and a retraining programme to RDF and knowledge graphs. Why I missed Linked Data for 25 years, and why a graph can contradict you where Markdown always stays quiet.

  • Das Ende des Halluzinierens?

    Vom C64 über HTML und eine Umschulung bis zu RDF und Knowledge Graphen. Warum ich Linked Data 25 Jahre lang übersehen habe, und warum ein Graph widersprechen kann, wo Markdown immer schweigt.

  • Software Engineering Is Not Prose

    AI today mostly gets Markdown and prose. But software engineering is a mesh of terms, requirements, and tests that hang together. A look at Google's Open Knowledge Format, SKOS, and arknet, a tool taking shape.

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Wofür ich stehe

Vier Positionen, die meine Arbeit prägen. Wenn ihr bei einer davon widersprecht, lohnt sich ein Gespräch sowieso.

KI ersetzt kein Sparring mit einem Senior.

Wer lange an einem Problem sitzt, denkt zwangsläufig die gleichen Pfade. Im Austausch zünden andere Synapsen. Eine fremde Perspektive, eine unbequeme Frage, und der Kopf verlässt seine Spur. KI kann dabei Sparringpartner sein, ersetzt aber niemanden, der seit 1999 IT-Projekte in großen IT-Abteilungen begleitet hat.

Spannend wird es, wenn zwei Architekten gemeinsam mit der KI am Whiteboard stehen. Ganz so weit sind wir noch nicht.

Linked Data ist keine Nische.

Die Mainstream-KI-Blase basiert auf Markdown und Vektoren. Ich bin überzeugt, dass wir die Technologien des Semantic Web (Linked Data, RDF) vom Dachboden holen und unsere Daten so aufbereiten sollten, dass Maschinen sie interpretieren können. Reine Verarbeitung durch neuronale Netze scheint mir keine langfristige Strategie. Ohne maschineninterpretierbare Daten bekommen wir Halluzinationen nicht in den Griff, und die Qualität von Agenten-Ergebnissen lässt sich nicht ernsthaft steigern. Wie weit das im konkreten Fall trägt, ist offene Forschung. Auch meine.

Big Tech ist nicht alternativlos.

Für Automation interner Prozesse oder Klassifikation eigener Daten (Emails, Umsätze, Rechnungen) reicht oft ein lokales Modell auf eigener Hardware. Wenn lokal nicht passt, gibt es EU-gehostete Anbieter, die Souveränität ohne Eigenbetrieb liefern. Beides oft günstiger und ohne dass Daten zu US-Konzernen fließen.

Make-or-buy: Preis ist nicht die einzige Frage.

Klar, der Preis spielt kurzfristig eine relevante Rolle. Mindestens genauso wichtig sind die Fragen dahinter: Wo liegen die Daten? Bietet die Kauflösung Schnittstellen für Im- und Export, und sind die geeignet? Passen sich die Tools an eure Daten und Prozesse an, oder umgekehrt? Könnt ihr Daten verlustfrei mitnehmen, oder seid ihr für immer an den Anbieter gekoppelt? Werden eure Daten und Metadaten für KI-Trainings verwendet? Gibt es Alternativen, vielleicht sogar Open Source? Wer das nicht klärt, kauft sich womöglich Abhängigkeit, nicht ein Produkt.

Erfahrung

Meine Erfahrung deckt den ganzen Lebenszyklus ab, von Anforderungsanalyse über Prozesse, Architektur, Implementierung bis zu Deployment, Go-live und Betrieb. Ich stelle unangenehme Fragen und teile, was ich gesehen habe. Daraus entsteht ein stabileres Bild davon, was zu tun ist und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Forschungslinie

Linked Data, RDF, Föderation. Mehrere Jahre eigene Arbeit.

Seit 2020 arbeite ich an der Frage, wie sich Daten zwischen Akteuren so austauschen lassen, dass nicht jeder Anbieter sein eigenes Vokabular durchdrückt. Erste Station war Linked Open Actors, in Kooperation mit der fairkom-Genossenschaft. RDF als Datenmodell, ActivityPub als Transportschicht. Parallel ein Jahr bei Fraunhofer IESE auf der Microservice-Plattform Smarte.Land.Regionen, dort unter anderem ein asynchrones Task-Management auf ActivityPub-Basis.

Aktueller Schwerpunkt ist arknet: ein Wissensgraph für Anforderungs- und Architekturarbeit. Anforderungen, Glossar, Anwendungsfälle und Architekturentscheidungen liegen dort nicht als Prosa in getrennten Dokumenten, sondern als verbundene Begriffe, die ein KI-Agent lesen und schreiben kann. Der Code ist offen unter Apache 2.0, ein laufender Werkstattbericht steht im Tech-Blog.

Die parallele Arbeit an ChangingGraph (Spring Boot, DDD, Hexagonale Architektur) pausiert derzeit, der Fokus liegt auf arknet. Code ist closed, Konzept und Werkstattberichte sind offen.

Formate

Zwei Formate, klar getrennt. Beide direkt buchbar, kein Vermittler dazwischen.

Sparring

  • Online (Video-Call), z. B. für Fragen zu Architektur, Prozessen, Strategien. Termine meist kurzfristig möglich.
  • Vor Ort (Tag oder mehrere) für Whiteboard, Vortrag, Workshop mit dem Team, Review eines Konzepts.

Pauschale je Format, vor Ort zuzüglich Reisekosten. Im Vorfeld klären wir gemeinsam, was wir erreichen wollen.

Anfragen

Mitbauen

Längere Einsätze, klassisches Tech-Mandat. Ich komme als Architekt und Entwickler ins Team, baue mit.

Tagessatz, direkt mit euch verhandelt. Kein Vermittler-Aufschlag, dafür auch keine Vermittler-Vorauswahl. Ihr entscheidet selbst, ob ich passe.

Anfragen

Ich freue mich, Euch kennenzulernen.

Dreißig Minuten Video-Call, unverbindlich. Ihr beschreibt, was euch gerade beschäftigt. Ich sage ehrlich, ob ich der richtige Gesprächspartner bin oder ob ihr woanders besser aufgehoben seid.

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